Presse

Artikel aus der Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot", Lippstadt am Sonntag und der Allgäuer Zeitung.
Wir danken für die ausführlichen Berichterstattungen.


Orizont: Jungen im Fokus
Lippstadt 06.11.2016

Benefiz Abend 2016

Der Patriot/ Lippstädter Zeitung
Lippstadt 07.11.2016

Pressebild Benefizabend

Der Patriot/ Lippstädter Zeitung
Lippstadt 15.11.2015

Wie ein großs Familienfest

Pressebild Benefizabend

Der Patriot/ Lippstädter Zeitung
Lippstadt 14.11.2011

Rückhalt in der Not

pressebild benefizabend

LIPPSTADT - Der kleine Louis läuft zur Hochform auf. Beim 9. Orizont-Benefizabend hat der Grundschüler eine wichtige Aufgabe zu absolvieren: Er verkauft Lose, jede Menge Lose. Was für ein Glück, denn der Erlös ist für eine gute Sache bestimmt: das Frauen-Projekt des Vereins "Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe" im rumänischen Targu Mures.
Der kleine, aber umtriebige Verein "Orizont" hat am Samstagabend in Kooperation mit dem Kulturring Lippstadt eine Benefizveranstaltung mit ganz besonders liebevoller Note auf die Beine gestellt. Bereits zum dritten Mal findet der Wohltätigkeitsabend in der Jakobikirche statt. Und die Vorsitzende Irmelin Küthe freut sich nicht nur übers Ambiente ("kann schöner kaum sein"), sondern auch über ein ausverkauftes Haus und dementsprechend viele Besucher, deren Eintritt und Spenden dem Projekt für junge Frauen, zumeist Sozialwaisen, zugutekommen.
Der erfreulich große Publikumsandrang dürfte wohl auch am reizvollen Rahmenprogramm liegen. So gibt es ein Konzert des Erwitter Quintett "Blues Notes" (wir berichteten), eine stille Versteigerung, jede Menge Preise zu gewinnen sowie ein reichlich gedecktes Buffet mit allerlei Köstlichkeiten. Und in derlei angenehmer Atmosphäre lässt sich das Publikum nur zu gerne über die Orizont-Hilfsprojekte informieren.
Alles begann im Jahre 1998. Irmelin Küthe war damals beruflich in Rumänien unterwegs und wurde von der dort lebenden Grundschullehrerin Agnes Derzsi auf die unglaublichen Zustände in den rumänischen Waisenhäusern angesprochen mit der Bitte: "Kannst du helfen?". Was die gebürtige Lippstädterin, die heute im Allgäu lebt, auch ohne zu zögern tat. Im Jahr 2002 wurde die Hilfsorganisation aus der Taufe gehoben.
Seither ist viel geschehen. In einem bewegenden Vortrag mit Bildern, die die Orizont-Geschichte dokumentieren, informierte Irmi Küthe über die Arbeit in Targu Mures. Mit Spendengeldern wurden zwei Wohnungen in Rumänien gekauft, die in Not leidenden jungen Frauen ein sicheres Zuhause geben. Eine Sozialpädagogin vermittelt den Sozialwaisen, die alle eine traumatische Kindheit erlebten, lebenspraktische Fertigkeiten, gibt ihnen Rückhalt und Hilfestellung. 60 Mädchen und jungen Frauen konnte so bereits geholfen werden.
Beim Benefizabend in der Jakobikirche ist die rumänische Sozialpädagogin vor Ort und sie erklärt, was diese Hilfe zur Selbsthilfe bewirken soll: dass die jungen Frauen mit ihrer schrecklichen Vergangenheit sich selber nicht aufgeben. - co

Der Patriot/ Lippstädter Zeitung
Lippstadt 02.12.2010

Von Siebenbürgen an die Lippe

Der Lippstädter Verein Orizont baut Nachbetreuung für junge Frauen in Rumänien aus. Menschen sitzen in eiskalten Wohnungen - weil deutscher Energieversorger Zähler nicht einbaut.

presse von siebenbürgen

LIPPSTADT Der Hilfe für junge Frauen in Rumänien hat sich der Lippstädter Verein Orizont verschrieben. In Targu Mures werden in zwei Wohngruppen lebende Frauen bei der Ausbildung und Arbeitssuche unterstützt. Nun soll, wie die Orizont- Vorsitzende Irmelin Küthe mitteilt, neben der intensiven Begleitung in den Wohngruppen die Nachbetreuung ausgebaut werden. "Denn es wird immer wieder deutlich, dass die jungen Frauen auch nach dem Auszug aus den Wohngruppen dringend weiterhin Unterstützung brauchen", so Küthe.
Die Situation in Rumänien schilderte Simo Terez, in Targu Mures tätige Sozialpädagogin von Orizont, bei ihrem ersten Besuch in Lippstadt anlässlich des Benefizkonzerts in der Jakobikirche. Gemeinsam mit zwei ehrenamtlichen Kuratoriumsmitgliedern war sie von Siebenbürgen nach Westfalen gereist, um den Spendern und Unterstützern Informationen aus erster Hand zu liefern.
Sie schilderten die katastrophale Lage Rumäniens, die besonders die armen Familien und junge Menschen aus den Waisenhäusern treffe. Viele Menschen hätten ihren Arbeitsplatz verloren, qualifizierte Menschen wanderten aus, anderen werde der Lohn drastisch gekürzt. Terez: "Für wenig qualifizierte Menschen ist es kaum noch möglich, einen Job zu finden." Und so gestaltet sich auch die Arbeit der Orizont-Mitarbeiterin schwierig, die den jungen Rumäninnen bei der Jobsuche hilft und dabei, mit dem wenigen Geld, das sie haben, zu wirtschaften.
Keine einfache Aufgabe - das wissen auch die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder von Orizont aus Deutschland, die jedes Jahr vor Ort in Targu Mures sind. Irmelin Küthe, die seit 1998 jedes Jahr nach Rumänien reist, um sich vor Ort ein Bild von dem Hilfsprojekt zu machen: "Der persönliche Kontakt ist entscheidend für die Qualität des Projektes und für die kontinuierliche Weiterentwicklung."
Neben dem Aufbau der Nachbetreuung gibt es noch "ganz andere dringende Probleme, die direkt gelöst werden müssen", so die Vorsitzende der kleinen Hilfsorganisation. So berichtet sie von einer Wohnung, die zurzeit "überhaupt nicht zu heizen ist, da nach dem Einbau von Zentralheizungen die Zähler von einem großen deutschen Energiekonzern noch nicht geliefert wurden. Seit mehreren Monaten warten über 2000 Haushalte in der Stadt auf den Einbau der Zähler, damit sie heizen können - und dies in einem Land, in dem es im Winter immer wieder minus 40 Grad kalt wird."
So blieben, erklärt die gebürtige Lippstädterin, "die Herausforderungen auch für Orizont vielfältig und groß". Die Arbeit in Siebenbürgen könne nur dank der Unterstützung auch von Lippstädtern fortgesetzt werden. Der Verein finanziert sich schließlich ausnahmslos über private Spenden.
Weitere Infos unter www.orizont.de oder bei Irmelin Küthe unter Tel. (0173) 28 45 46.

 

Der Patriot/ Lippstädter Zeitung
Lippstadt 14.11.2010

Atemberaubendes Tempo

Die Gruppe Gitanes Blondes spielt beim Benefiz-Konzert des Vereins Orizont in der Jakobikirche. Die Musik des Münchener Quartetts sprüht vor Energie und ist zugleich poetisch.

atemberaubendes

Es ist wie eine Reise in eine andere Welt, in die die Musiker Mario Korunic (Violine), Konstantin Ischenko (Akkordeon), Christoph Peters (Gitarre) und Simon Ackermann (Kontrabass) von der Gruppe Gitanes Blondes ihre Zuhörer mitnehmen.
Um eine andere Welt ging es auch beim Benefizkonzert in der Jakobikirche, für das der Verein Orizont das Münchener Quartett engagiert hatte. Denn die Einnahmen sowohl aus dem Konzert als auch aus der an dem Abend durchgeführten Verlosung und Versteigerung kommen Frauen aus rumänischen Waisenhäusern und sehr armen Familien zu Gute.
Die Not in dem Land sei sehr groß, hob Irmi Küthe bei der Diapräsentation im Rahmen der Benefiz-Veranstaltung hervor. Selbstverständlich war für den Kulturring Lippstadt mit seinem Vorsitzenden Dr. Reinhard Laumanns deshalb, den Verein Orizont zu unterstützen. "Die Arbeit von Orizont beeindruckt mich", sagte Dr. Laumanns.
Beeindruckend war auch und vor allem das Konzert der vier Münchner Musiker, die bereits zum zweiten Mal in Lippstadt gastierten und abermals für den guten Zweck auf ihre Gage verzichteten. "Gitanes Blond" entfachten ein musikalisches Feuerwerk. Temperamentvoll, sprühend vor Lebensfreude interpretierten sie die Stücke. Titel wie beispielsweise "Kascha", "Unsre oide Kat" oder "Solveigs Song" tragen sie. Die meisten ihrer Stücke kündigen die Musiker aber erst gar nicht mit dem genauen Titel an. Und wenn man es genau nimmt, spielen die Titel der Stücke eher eine untergeordnete Rolle. Denn beim Zuhören lässt man sich von den Melodien tragen. Man fällt in die Stücke, die irgendwo zwischen Klassik und Folklore angesiedelt sind, hinein und lässt sich von ihrem atemberaubenden Tempo, aber auch von ihrer ruhigen Poesie tragen.
Notenblätter brauchen die Musiker nicht. Ein kurzer Blickwechsel, ein kurzes Wimpernzucken genügen, und schon fliegt der Bogen über die Geige. Das Akkordeon gibt zaghaft ein paar Töne von sich, und die Gitarre und der Kontrabass runden das Ganze ab. Zwischendurch "verfremden" die Musiker ihre Instrumente, werden Gitarre und Kontrabass etwa zur Trommel. Manche Töne reizt das Quartett aber auch bis zur Schmerzgrenze aus. Ganz langsam streicht Mario Korunic beispielsweise mit dem Bogen über seine Geige. Der hohe Ton piept so intensiv, dass man glaubt, einen Tinnitus zu kriegen. Und dann wechselt von einer Sekunde zur nächsten das Spieltempo. Temperamentvoll, schnittig und kraftvoll sind die Töne. Dabei hat jedes Instrument seine eigene Stimme und seinen eigenen Rhythmus. In dem Stück "Kascha" entsteht auf diese Weise zum Beispiel ein buntes wildes Durcheinander, bei der die überschwängliche Lebensfreude spürbar wird, bevor die Stimmen dann wieder zu einem harmonischen Ganzen zusammen kommen.
Aufregend - das ist die Musik der Gruppe Gitanes Blondes. Ihr Konzert vergisst man nicht so schnell. - Meschede



Lippstadt am Sonntag
Lippstadt Dezember 2009

Für eine gute Sache

Schüler helfen Orizont, junge Not leidende Frauen zu unterstützen

Presse Schüer

Lippstadt. Kinder der Grundschule "Am Weinberg", der Martinschule und des evangelischenGymnasiums unterstützen zusammen die Botschaft des gemeinnützigen Vereines "Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe e.V.", um jungen Not leidenden Frauen in Rumänien eine Zukunftsperspektive zu geben.
In diesem Jahr wurde mehrfach auf die Bedeutung internationaler Literatur aufmerksam gemacht. Im großen Kreise durch den Literaturnobelpreis, der 2009 an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller ging. Sowie im kleineren Kreis durch den Vortrag rumänischer Literatur beim diesjährigen Orizont-Benefizabend durch Alfred Kornemann. Diesen Akzent möchte Orizont zum Jahresabschluss aufgreifen und versendet als besonderes Zeichen der Dankbarkeit an seine Freunde und Förderer von Schulkindern gestaltete Lesezeichen. Jedes Lesezeichen ist ein Unikat. Es wurde von einem Kind gestaltet, das sich für Orizont einsetzen wollte. Die Kinder hoffen, dass ihre Lesezeichen ihre Empfänger im kommenden Jahr als Glücksbringer begleiten werden.
Verbunden mit der Postzum Jahreswechsel erfolgt ein letzter Spendenaufruf der in Lippstadt gegründeten Hilfsorganisation. Gerade wirtschaftlich schlechter gestellte Länder wie Rumänien werden auch im kommenden Jahr die Weltfinanzkrise spüren, was die finanzielle Sicherung der Orizont-Wohngruppen und der Beratungsstelle in Siebenbürgen in 2010 umso wichtiger macht.
Für alle, die das Hilfsprojekt in Rumänien mit ihrer Spende zusätzlich unterstützen möchten: Stichwort: Glücksbringer, Sparkasse Hagen: BLZ 450 500 01, Spendenkonto Nr.: 101 024 1 50. Nähere Informationen zum Verein stehen im Internet unter www.orizont.de



Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 02.11.2009

Den Blick fürs Wesentliche

Mit Musik vom Balkan, Klezmermusik, Tänzen und Balladen aus Irland und Russland überzeugen Gitanes Blondes bei Orizont-Benefizabend



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Gitanes Blondes ist ein mitreißendes Ensemble, das am Samstag in der Jakobikirche ein Potpouri mit Musik aus aller Herren Länder die Füße wippen ließ. Foto: Heier

Den Blick fürs Wesentliche nicht verloren haben die vier Musiker von Gitanes Blondes. Selbst kleine Querschläge mit der Deutschen Bundesbahn hielten sie am Samstag nicht davon ab, ihr Versprechen einzuhalten und ohne Gage ihren Weg von München nach Lippstadt anzutreten, um trotz eines Engagements am Sonntag bei der Benefizveranstaltung des Lippstädter Vereins Orizont-Hilfe zur Selbsthilfe den musikalischen Part zu übernehmen.Und dabei schaut man nichts aufs Geld, wissen die Lebenskünstler, die in der Jakobikirche ein mitreißendes Potpouri lieferten, das stilistisch und emotional einem musikalischen Melting-Pot gleichkam. Mit Musik vom Balkan, Klezmermusik, wilden Tänzen und Balladen aus Irland, Russland und Südamerika zeigten Mario Korunic (Violine), Konstantin Ischenko (Akkordeon), Christoph Peters (Gitarre) und Simon Ackermann (Kontrabass) ein souveränes Spiel, das auch der Improvisation genügend Raum gab. Sehnsüchtige Klänge der Geige und des Knopfakkordeons berührten auf ganz sinnliche Weise, was einem leidenschaftlichen Spiel der mit Fröhlichkeit und Spontaneität ausgestatteten Musiker zu verdanken war.
Die Zuhörer mit auf eine literarische Reise nach Rumänien nahm Alfred Kornemann mit Ausschnitten aus Werken rumänischer Autoren, die bereits in Lippstadt gelesen hatten. Kornemann las aus Iena Breznas "Sammlerin der Seelen", Eginald Schlattners "Der geköpfte Hahn" und aus "Herztier" von der erst jüngst mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichneten Schriftstellerin Herta Müller, die damals noch weitestgehend unbekannt beim Lippstädter Wortfestival auftrat. Es wurden zynische Betrachtungen über Transsylvanien und ein von der Diktatur gebeuteltes Land laut, dessen Kulturlandschaft zerstört wurde, aber auch über einer sich in Einzelschicksalen verlierenden Kultur von a usreisenden deutschstämmigen Siebenbürgenern. Orizont, mit Irmelin Küthe an der Spitze, setzt sich seit 2002 für die Integration junger Frauen aus rumänischen Waisenhäusern zurück in die rumänische Gesellschaft ein. Hierzu war am Samstag die Gründerin des Projekts, Agnes Derzsi angereist, die zusammen mit Zsuzsa Lako und Zoltan Urban vom Kuratorium der evangelischen Gemeinde in Neumarkt (Siebenbürgen) die aktuelle Situation beschrieben. Die Erlöse aus dem Buffet und dem Verkauf rumänischer Produkte fließ en in das Projekt ein. Bei der Verlosung gingen Preise von Lippstädter Geschäften an die Gewinner.



Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 20.10.2009

Orizont seit 20 Jahren aktiv

Projektgründerin Agnes Derzsi wird zum Benefizabend in Lippstadt erwartet. Vorsitzende Irmelin Küthe sah die Not im rumänischen Waisenhaus


091022_presse_20jahre 1989, zwei Jahre nachdem Herta Müller, die diesjährige Nobelpreisträgerin für Literatur ihr Land verließ, war die Welt entsetzt über die erschreckenden Bildern rumänischer Waisenhäuser, in denen Tausende von Kindern verwahrlost lebten. Auch die rumänische Bevölkerung war schockiert, denn während der Diktatur wussten sie nichts von den katastrophalen Zuständen in den Waisenhäusern.Doch es blieb nicht bei der Betroffenheit. Etliche junge Menschen, darunter auch die Grundschullehrerin Agnes Derzsi aus Targu Mures, entschlossen sich aktiv zu werden. Mit einem tiefen Mitgefühl und der Bereitschaft zu helfen, widmete die damals 16-Jährige jede Woche viele Stunden den Waisenkindern. Als Agnes Derzsi und die gebürtige Lippstädterin Irmelin Küthe (1. Vorsitzende von Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe) sich kennen lernten, engagierte sich die junge Frau, die zur ungarischen Minderheit in Rumänien zählt, bereits seit zehn Jahren.

Der erste Besuch 1999 in einem rumänischen Waisenhaus wird Irmelin Küthe immer in Erinnerung bleiben. Ein kleines Waisenmädchen nahm sie bei der Hand und führte sie durch die Räume. 30 junge Mädchen lebten gemeinsam in einem Schlafsaal. Auch tagsüber saßen viele in ihren Schlafanzügen gekleidet auf den Betten, denn es gab keinen extra Raum zum Spielen. Die Situation in dem Heim war deprimierend und erschütternd. Doch die Perspektive dieser Mädchen war noch viel bedrückender. Mit dem 18. Lebensjahr wurden sie mit ihren bescheidenen Habseligkeiten in die "Freiheit" entlassen - ihr Besitz passte in zwei Tüten. Die meisten hatten weder einen Platz zum Wohnen noch einen Arbeitsplatz und auch keine Papiere. Für Zuhälter das "gefundene Fressen" - ein trauriges Kapitel, das bis heute noch nicht abgeschlossen ist.
20 Jahre nach dem Ende der Diktatur sind heute viele staatliche Waisenhäuser Rumäniens geschlossen. Einige Waisen haben einen Platz in Pflegefamilien gefunden oder in kleineren, oft christlichen Heimen. Viele leben in Obdachlosenheimen und damit tagsüber auf der Straße. Der Zugang zu Obdachlosenheimen wurde Irmelin Küthe, die jedes Jahr das Hilfsprojekt in Siebenbürgen besucht, bisher verwehrt. Doch sie weiß um die katastrophalen Bedingungen hinter diesen Türen.
Das Engagement von Orizont begann schon lange vor der Vereinsgründung im Jahre 2002. Aus der Betroffenheit 1989 wurde ein Hilfsprojekt mit zwei Wohngruppen, die von einer Sozialarbeiterin professionell betreut und von einem ehrenamtlichen Kuratorium kontinuierlich unterstützt werden. Hier finden junge Frauen aus Waisenhäusern und aus armen Familien für eine Zeit ein neues Zuhause, in dem sie sich beschützt und behütet entwickeln können. Sie lernen ihre Verletzungen der Kindheit zu verarbeiten und werden gefördert und gestärkt, um einen Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu absolvieren.
Neben einem geringen Zuschuss von der rumänischen Regierung finanziert sich das Hilfsprojekt ausschließlich über private Spenden. Dazu veranstaltet der gemeinnützige Verein Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe jedes Jahr im Herbst einen Benefizabend in Lippstadt. In diesem Jahr findet er am Samstag, 31. Oktober, in der Jakobikirche statt. Das Münchener Quartett "Gitanes Blondes" spielt temperamentvolle Musik auch vom Balkan und Alfred Kornemann liest Texte von Herta Müller und anderen rumänischen Autoren. Außerdem wird zum ersten Mal die Projektgründerin Agnes Derzsi an diesem Abend in Lippstadt sein und mit ihr Vertreter des Kuratoriums von Orizont. Der Vorverkauf hat in der Kulturinformation im Rathaus bereits begonnen.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 10.10.2009

Orizont-Benefizabend für Rumänien


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Mit einer musikalisch-literarischen Reise durch Rumänien stellt der Verein Orizont am Samstag, 31. Oktober, sein Hilfsprojekt für Not leidende junge Menschen in Siebenbürgen in der Lippstädter Jakobikirche vor. Für den musikalischen Teil des Abends ist das Münchener Quartett Gitanes Blondes zuständig. Mario Korunic (Violine), Konstantin Ischenko (Akkordeon), Christoph Peters (Gitarre) und Simon Ackermann (Kontrabass) spielen Musik vom Balkan und Klezmer, dazu gesellen sich traurige Weisen und wilde Tänze aus Irland, Russland oder Südamerika. Den literarische Part übernimmt Alfred Kornemann, der Texte rumänischer Schriftsteller vorträgt, unter anderem von der frisch gekürten Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller. Darüber hinaus wird die Orizont-Vorsitzende Irmelin Küthe über den aktuellen Stand des Hilfsprojektes berichten und in einer Multimediaschau die Schönheit und Vielfalt Rumäniens zeigen. Eine Verlosung und kulinarische Angebote runden das Programm ab. Der in Kooperation mit dem Lippstädter Kulturring veranstaltete Benefizabend beginnt um 19 Uhr. Karten gibt es in der Kulturinformation im Rathaus, Telefon: (02941) 58511, oder an der Abendkasse.

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 31.12.2008

Helfende Nikoläuse

Schüler des Ev. Gymnasiums unterstützen Orizont-Projekt in Rumänien

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Mit Hilfe der Unterstützung der Schülervertretung des Ev. Gymnasiums kann bald ein neues Projekt des Lippstädter Vereins "Orizont" in Angriff genommen werden. Dabei geht es um den Ausbau von Wohnungen bedürftiger Frauen in Rumänien. Die SV spendete 550 Euro aus dem Erlös der jährlichen Nikolausaktion am EG, bei der Schüler für jeweils einen Euro "Gruß-Nikoläuse" an Freunde verschicken.

Quelle: Der Patriot

 

Lippstadt am Sonntag
Lippstadt 07.12.2008

Weihnachtspost

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Auch in diesem Jahr unterstützte die Grundschule Am Weinberg den gemeinnützigen Verein Orizont- Hilfe zur Selbsthilfe e.V., um jungen Menschen in Rumänien nach Verlassen des Waisenhauses eine Zukunftsperspektive zu bieten. Nachdem im vergangenen Jahr der Erlös des Weihnachtsbazars für diesen guten Zweck gespendet wurde, hatten nun wieder viele Kinder der Grundschule Freude daran für das Projekt kreativ zu werden und verschiedenste Sterne zu basteln. Diese sollen nun bundesweit als besonderer Weihnachtsgruß an Freunde und Förderer von Orizont verschickt werden. Verbunden ist die Weihnachtspost mit einem letzten Spendenaufruf in diesem Jahr, denn auch im nächsten Jahr gilt es, die Kosten für die Wohngruppen und die Beratungsstelle in Siebenbürgen aufzubringen. Der Satz "Freunde sind wie Sterne, Du kannst sie nicht immer sehen - aber sie sind immer für Dich da" erhält mit dieser Aktion eine ganz besondere Bedeutung.

Für alle, die das Hilfsprojekt in Rumänien mit ihrer Spende zusätzlich unterstützen möchten:
Stichwort: Sterne für Orizont
Sparkasse Hagen BLZ 450 500 01
Spendenkonto Nr. 101 024 150

Quelle: Lippstadt am Sonntag

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 24.11.2008

"Schauriges Dasein" im "wunderschönen Land"

Knapp 100 Gäste beim Benefizabend des Vereins Orizont unterstützen die Arbeit für ehemalige Heimkinder im rumänischen Targu Mures

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LIPPSTADT Wenn Irmelin Küthe über Rumänien spricht, gerät sie schnell ins Schwärmen: Dann lobt sie ein "wunderschönes Land", erzählt von Radtouren durch die Karpaten, die sie an Kanada erinnern, von der Gastfreundschaft der Menschen und einmalig erhaltenen mittelalterlichen Städten. Doch dieses Land kämpft noch immer mit dem Erbe des Ceaucescu-Regimes, das seinen Familien vier Kinder verordnete, von denen viele als Waisen in Heimen endeten. 071105_presse

Mit dem Verein Orizont kämpft die Lippstädterin Küthe, die heute im Allgäu lebt, für junge Frauen, die dieses Schicksal ereilte.Ein "schauriges Dasein" hätten die Kinder in den Waisenhäusern führen müssen, "schlechteren Gefängnissen, wo sie eigentlich nur aufbewahrt und nicht gefördert worden sind", berichtete Küthe am Samstag bei einem Benefizabend im Evangelischen Gemeindehaus. Orizont gehören mittlerweile zwei Wohnungen in der Stadt Targu Mures in Siebenbürgen. Junge erwachsene Frauen erhalten dort nach Verlassen des Heimes Unterschlupf in Wohngruppen, eine Sozialarbeiterin hilft ihnen bei der Lern- und Ausbildungsförderung, bei der Arbeitssuche und im praktischen Leben, um sie vor Prostitution und Kriminalität zu bewahren. Eine Beratungsstelle sei Anlaufpunkt für viele junge Menschen.
Zoltan Urban, der Vorsitzende des rumänischen Kuratoriums, der mit Familie angereist war, erläuterte, welche Bedeutung die Wohngruppe für die jungen Menschen hat: Das Dach über dem Kopf biete ihnen Sicherheit, der geschützte Raum Zeit für ihre Entwicklung. Zu "99,9 Prozent" hänge man von den Spenden aus Deutschland ab, sagte Urban. Ziel sei es, etwa durch den Verkauf gespendeter Kleidung und durch rumänische Fördertöpfe selbstständiger zu werden. Durchschnittlich blieben die Frauen zwei Jahre, erklärte Kü-the. Man verfüge über acht Plätze, habe aber derzeit nur die Hälfte belegt, weil eine Wohnung für 3000 Euro renovierungsbedürftig sei.
Lob für seine Arbeit erhielt der Verein von Bürgermeister Christof Sommer und Förderern wie Margarete Klein vom Evangelischen Gymnasium. Handfest konnten die knapp 100 Unterstützer helfen, indem sie für ein kleines Büfett, den Verkauf von rumänischem Kunsthandwerk sowie für die Verlosung und stille Versteigerung von Preisen heimischer Firmen das Portemonnaie öffneten. Pfarrer Christoph Peters, Hartwig Rentz und Philipp Mathmann dankten es ihnen prompt mit musikalischen Beiträgen.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 05.11.2007

Unterstützung für junge Waisen

Verein Orizont hilft mit Fest-Erlös Wohngruppenprojekt in Rumänien

LIPPSTADT Bereits zum fünften Mal hatte der seit 2002 bestehende Verein Orizont am Samstag zum Benefiz-Fest ins Ev. Gemeindehaus an der Brüderstraße eingeladen. Zahlreiche Mitglieder des Vereins und interessierte Mitbürger waren gekommen, um die gemeinnützige Einrichtung zu unterstützen. Dagmar C. Weinert, Regina Streblow und Stephan Schröder unterhielten mit deutschsprachigen Chansons, Philipp Mathmann begeisterte mit Klaviermusik und Popballaden. 071105_presse

Neben dem Unterhaltungsprogramm wurden attraktive Sachspenden versteigert und rumänisches Kunsthandwerk verkauft. Die Orizont-Vorsitzenden Irmelin Küthe und Wolf Tews nutzten den Abend auch, um über ihr rumänisches Hilfsprojekt in der rumänischen Industriestadt Targu Mures zu berichten, das jungen Frauen aus Waisenhäusern die Möglichkeit bietet, in Wohngruppen zu leben. „Mit Hilfe einer Sozialarbeiterin lernen sie ihr Leben zu managen“, erläuterte Wolf Tews. In Rumänien seien die Auffangmöglichkeiten für sozial schwache Menschen gleich null, so Tews weiter. Viele Frauen würden deshalb in das Drogenmilieu und in die Prostitution abrutschen. Durch das Wohnprojekt hätten viele der ehemaligen WaisenKinder nun eine Arbeitsstelle oder würden studieren. „Unser Projekt ist sehr erfolgreich“, berichtet Tews stolz. „Es ist wichtig, dass wir weitermachen“.
Bürgermeister Christof Sommer lobte die Arbeit des Vereins: „Bei vielen Hilfsprojekten weiß man nicht, wo die Spenden landen. Bei Orizont ist das anders.“ Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt nach Angaben des Vereins den jungen Menschen in Targu Mures zugute.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 31. Oktober 2007

Ein Fest für Targu Mures

Benefiz-Veranstaltung des Vereins Orizont kommt Not leidenden jungen Rumänen zugute.

LIPPSTADT Am kommenden Samstag, 3. November, veranstaltet der Verein Orizont bereits zum fünften Mal ein Benefiz-Fest zu Gunsten hilfsbedürftiger Menschen in Rumänien. Die Veranstaltung findet von 18.30 bis 22 Uhr im Ev. Gemeindehaus an der Brüderstraße statt. 071031_pressefoto

Mitglieder und Förderer des Vereins sind ebenso wie an der Orizont-Arbeit interessierte Mitbürger eingeladen, bei einem kleinen Imbiss und Getränken zu feiern und sich über das Wohnprojekt für junge Not leidende Menschen im rumänischen Targu Mures zu informieren. Die Orizont-Vorsitzenden Irmelin Küthe und Wolf Tews berichten über das seit fünf Jahren laufende Hilfsprojekt.
Zudem wird rumänisches Kunsthandwerk wie Schmuck und Strickwaren angeboten, auch können attraktive Sachspenden ersteigert werden. Der Lippstädter Verein zur Unterstützung von Hilfsprojekten für Kinder hilft Orizont erneut mit dem Verkauf von Handarbeiten. Das Unterhaltungsprogramm gestalten Dagmar C. Weinert, Regina Streblow und Stephan Schröder mit einem Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm (deutschsprachige Chansons und Texte) sowie Philipp Mathmann mit Klaviermusik und Popballaden. Der Eintritt ist frei; der gesamte Erlös kommt Not leidenden jungen Menschen in Rumänien zu gute.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 13.11.2006

Ausgeprägte Hilfsbereitschaft

Orizont-Benefizfest genießt hohes Ansehen bei Bürgern und Unternehmen. Vorsitzende Irmelin Kuethe: „Wir erfahren hier eine ganze tolle Unterstützung“

LIPPSTADT Rumänische Musik hallte durch den Raum, die Frauen der Tanzgruppe Meráki bewegten sich elegant im Takt.Junge und alte Menschen kamen anschließend aus dem Publikum hinzu und fassten sich zu den Klängen der Musik gemeinsam an den Händen. Das Benefizfest des Lippstädter Orizont-Vereins am Wochenende einte die Lippstädter Bürger in ihrer Bereitschaft zu helfen. 061113_presse

Seit nunmehr vier Jahren fördert der Verein WaisenKinder in Rumänien bei der Integration in die Gesellschaft. „Wir erfahren hier eine ganze tolle Unterstützung“, äußerte sich Irmelin Kuethe zufrieden über die Resonanz. In der Tat konnte sich die Vorsitzende des Orizont-Vereins über eine ausgeprägte Hilfsbereitschaft freuen: So hatte eine Vielzahl Lippstädter Unternehmen im Vorfeld rund 90 Sachpreise gespendet, deren Erlös dem Verein zugute kam. „Es ist schon toll, was unsere regionalen Firmen hier in der Breite an Preisen gesponsert haben“, zeigte sich auch Bürgermeister Christof Sommer beeindruckt vom Engagement.
Die Gäste im Autohaus Bergschneider freuten sich über ein buntes Programm, das Unterhaltung und Informationen zu verbinden wusste. Neben musikalischen Auftritten von der Jazz-Band Groovin´ High und der Trommelgruppe Mama Afrika präsentierte Irmelin Kuethe den Besuchern auch aktuelle Bilder vom rumänischen Hilfsprojekt in Siebenbürgen.
Kuethe hoffte auch diesmal auf einen deutlich vierstelligen Betrag als Erlös. Für die Vorsitzende stand jedoch nicht nur die finanzielle Unterstützung im Fokus: „Bei dieser Veranstaltung ist uns vor allem der persönliche Kontakt und die herzliche Atmosphäre wichtig“. Nur so könne man die Menschen dazu bewegen, sich langfristig zu engagieren.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 07.11.2005

Orizont baut Brücken für rumänische Waisen

Hilfsorganisation der gebürtigen Lippstädterin Irmelin Küthe stellte bei Benefizfest ihre Arbeit für junge Frauen in Siebenbürgen vor.

051107_presse Die Cheerleader der Lippstadt Panthers stießen bei ihrer akrobatischen Vorführung manchmal schon fast unter die Decke des Evangelischen Gemeindehauses in der Brüderstraße. Foto: SalmenLIPPSTADT Bis vor zwei Jahren war Nicoletta nur eine Nummer. Dann kam Orizont.

Der Verein der gebürtigen Lippstädterin Irmelin Küthe nahm das Roma-Mädchen in seine Wohngruppe auf, als es 18 wurde und das staatliche Waisenhaus im rumänischen Targu Mures verlassen musste. Heute hat Nicoletta Arbeit in einer Textilfabrik, wird ihr Leben bald allein in die Hand nehmen können – und weiß nun erstmals, wie es ist, mit Namen angesprochen zu werden.
Bei beruflichen Reisen nach Siebenbürgen hat Irmelin Küthe Schicksale wie das von Nicoletta zuhauf kennen gelernt. Abfinden wollte sie sich damit nicht – und gründete den Verein Orizont. Zwölf Mitglieder hat er inzwischen, viele aus der Lippstädter Familie Küthe, außerdem gut 40 Förderer. Am Samstag stellte sich die Hilfsorganisation bei einem Benefizfest im Evangelischen Gemeindehaus vor.
Nur eine Verwaltungsnummer unter hunderten zu sein wie Nicoletta im Waisenhaus, ein Leben ohne Identität – das ist für Katharina und Janika Streblow kaum vorstellbar. Die Zwillinge sind 15 Jahre alt und musizieren, seit sie vier sind. Ihre Persönlichkeit entfalten zu können, ist für sie normal. „Man nimmt gar nicht mehr richtig wahr, dass man vernünftig behandelt wird, bestimmte Rechte und Möglichkeiten hat“, sagen sie. Selbstverständlich wollten sie helfen angesichts der Lebensgeschichte der Waisen.
Katharina und Janika gehören zu den Singing Ladies der Musikschule. Mit denen traten sie am Samstag für den guten Zweck auf – wie viele andere: die Music Boys und das Salonorchester von der Musikschule, die Rock'n'Roll-Formation Pink Panthers und die Cheerleader der Lippstadt Panthers. Der Weltladen Lippstadt bot fair gehandelte Produkte an, der Verein zur Unterstützung von Hilfsprojekten für Kinder selbst hergestellte Kissen und Dekorationen. Orizont hatte Schmuck, Keramik und Wollsocken aus Rumänien mitgebracht. Bei einer Versteigerung konnten die Besucher Sachspenden vom Obstkorb bis zum Ferienaufenthalt ergattern.
Irmelin Küthe schilderte in Dia-Vorträgen die Situation der Waisenmädchen. Sie seien das Ergebnis der „brutalen Familienpolitik“ des Ceaucescu-Regimes, die jede Frau zu vier Kindern verpflichtete. Viele seien ausgesetzt worden und nun Sozialwaisen. „Die meisten sind entwicklungsgestört. Sie waren nicht behindert, sie wurden behindert, weil es keine Förderung gab.“
Orizont kümmert sich um sie, hilft Familien, unterstützt die örtliche Kirchengemeinde. Fünf junge Menschen betreut der Verein in einer Wohngruppe. Dazu beschäftigt er eine Sozialpädagogin. Die Gruppe soll eine Brücke vom Waisenhaus ins selbstständige Leben sein. Orizont ist eine Brücke zwischen West und Ost.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 08.11.2004

"So nah und doch so fern"

Irmelin Küthe brachte bei Benefizabend des Vereins "Orizont" den Gästen Rumänien näher.

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LIPPSTADT "Den eigenen Horizont zu erweitern" - das wünschte Bürgermeister Wolfgang Schwade den Gästen des Benefizabends, den der vor zwei Jahren in Lippstadt gegründete Verein "Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe" am Samstagabend im Ev. Gemeindehaus veranstaltete.
Ziel des Vereins ist es, Menschen in Not zu fördern und zu unterstützen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf einem Projekt in Rumänien, bei dem Orizont jungen Frauen aus rumänischen Waisenhäusern bei der Integration in die Gesellschaft hilft.

Im Rahmen des Benefizabends hatten die Gäste Gelegenheit, zum einen Rumänien als Land näher kennen zu lernen und zudem mehr über die Arbeit des Vereins zu erfahren.

"Rumänien ist so nah und doch so fern", beschrieb die Orizont-Vorsitzende Irmelin Küthe die Diskrepanz zwischen geographischer Nähe und mentaler Ferne. Im Rahmen eines Diavortrags brachte sie den Besuchern anschaulich Land und Leute näher. Einen Eindruck vom rumänischen Kunsthandwerk vermittelte eine Auswahl an landestypischen Schmuck. Dieser konnte ebenso erworben werden wie die von einer Lippstädter Künstlerin gefertigten Orizont-Schlüsselanhänger und das Sonnenmädchen als Maskottchen des Vereins.

Da der Verein bei seiner Arbeit von heimischen Serviceclubs unterstützt wird, richteten auch Elke Münsterland, Vertreterin des Zonta Clubs, und Silke Andrae vom Soroptimist Club Grußworte an Orizont. Den musikalischen Höhepunkt bildete schließlich der Auftritt der Quadrophonisten, die krankheitsbedingt allerdings nur zu zweit waren. So präsentierten Hartwig Rentz und Christoph Peters Schlager der 30er Jahre.

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 25.11.2003

Evergreens für rumänische Mädchen

Für Rada (18), Roszi (19) und Joana (19), die dank des Vereins Orizont Hilfe zur Selbsthilfe heute nicht mehr auf der Straße leben müssen, und viele, viele weitere rumänische Waisenmädchen, die Elend und Not noch nicht entkommen sind, sang Dagmar C. Weinert (r.) am Samstagabend im Evangelischen Gemeindehaus.

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Begleitet wurde sie bei dem Benefizkonzert von Stephan Schröder (Gitarre) und Regina Streblow (Flöte). Das Künstler-Trio präsentierte den Besuchern einen Auszug aus ihrem bekannten und beliebten Programm "Das Gestern für Morgen verstehen" mit Liedern von Hildegard Knef, Erika Pluhar, Andre Heller sowie Herbert Grönemeyer. Der Erlös dieses Konzerts kommt den rumänischen Mädchen zugute. Foto: Schamoni

Quelle: Der Patriot

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung
Lippstadt 06.03.2003

Reisen dienen gutem Zweck

Neuer überregionaler Verein "Orizont" unterstützt verwaiste Mädchen in rumänischem Waisenhaus / Zwei Fahrten nach Siebenbürgen geplant

LIPPSTADT. Mit dem Ziel, verlassenen und verwaisten Mädchen aus einem Waisenhaus in Targu-Mures in Rumänien zu helfen, gründeten kürzlich zehn engagierte Frauen und Männer den Verein "Orizont - Hilfe zur Selbsthilfe".
Im Haus der Familie Küthe in Lippstadt waren die neuen Vereinsmitglieder zusammengekommen um neben der Vereinssatzung auch die aktuellen Projekte des Vereins festzulegen.

Der Verein "Orizont" ist aus der internationalen Initiative "KiiK- Rainbow" hervorgegangen, die seit dem Jahr 2000 für Rumänien tätig ist. Initiatorin
des neugegründeten Vereins ist Irmelin Küthe, die seit 1998 als Trainerin für eine erlebnispädagogische Zusatzausbildung und für das Hilfsprojekt in
Rumänien tätig ist.

Schon in den vergangenen Jahren hat Irmelin Küthe zahlreiche Benefizveranstaltungen organisiert, bei denen sie von gemeinnützigen Organisationen und einzelnen Spendern unterstützt wurde. Die Spendengelder sind für die Persönlichkeitsentwicklung der Mädchen und zur Unterstützung ihrer sozialen Eingliederung nach dem Aufenthalt im heim bestimmt. Dabei geht es vor allem um den Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten zur Bewältigung des Lebensalltags.

Um die Not der jungen Mädchen zu lindern und diese mit weiteren Projekten zu unterstützen plant der neu gegründete Verein noch in diesem Jahr einige
Aktionen die dem Fundraising dienen sollen. So sind vom 16. bis 22. April und vom 22. bis 28. Juni Rundreisen durch Siebenbürgen vorgesehen. Neben dem Land und der Kultur können die Reisenden auch die vom Verein unterstützen Mädchen kennen lernen. Interessenten können sich per E-Mail unter "I.Kuethe@t-online.de" anmelden.

 

EG Spiegel
Lippstadt 1/2003

Rumänien: Abenteuer Menschlichkeit

Als ich vor ungefähr zwei Jahren eine ehemalige Schülerin im Intercity zwischen Hamburg und Münster traf, ahnte ich nicht, dass das eine Begegnung mit Folgen sein sollte. Irmi Küthe erzählte mir von ihrem Beruf als Kommunikations- und Outdoor-Trainerin und von ihren zahlreichen Reisen in viele Gegenden der Welt. Besonders begeistert und begeisternd sprach sie von Rumänien, dem Land, in dem sie schon einige Male Kurse geleitet hatte, das sie aber auch auf eigenen Reisen und Wanderungen erkundet hatte, vornehmlich Siebenbürgen. Ein Grund für ihre zahlreichen Reisen dorthin war u.a. auch ein Projekt, das sie zusammen mit einer rumänisch-ungarischen Freundin betreibt: Sie kümmert sich um Roma-Mädchen in einem Waisenhaus in Targu Mures (Neumarkt); mehr davon später. Irmi lud mich damals ein, an einer von ihr geplanten Bildungs- und Begegnungsreise nach Rumänien teilzunehmen, und ich sagte zu. Im Juni 2002 war es dann so weit. Eine kleine Gruppe von acht Personen startete von München nach Sibiu (Hermannstadt); im Land selbst hatte wir außer Irmi noch zwei kompetente Reiseleiter. Außerdem stand uns ein Kleinbus zur Verfügung, der uns zu unseren Zielen brachte. Obwohl viele meiner Bekannten, die von meinen Plänen erfuhren, fragten: „Warum denn Rumänienß Das ist doch kein Reiseland“, wurde es eine erlebnisreiche Fahrt, die ich nicht missen möchte.
Wir besuchten zuerst Sovata, einen Kurort in den Karpaten mit wunderschönen, schnitzerei-verzierten Holzhäusern; in Sighisoara (Schässburg) sahen wir u.a. den gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern und die renovierte evangelische Bergkirche; in Targu Mures (Neumarkt) staunten wir über die kostbare Bibliothek und den Kulturpalast und erlebten ein klassisches Freiluft-Konzert, und in Sibiu schlenderten wir durch die interessante Altstadt und besuchten die grandiose protestantische Kirche. Das war – kurzgefasst - der mehr touristische Teil unserer Reise. Aber ebenso wichtig waren uns die Begegnungen mit rumänisch-ungarischen Familien, unseren Gastgebern in Targu Mures, die uns drei Tage lang beherbergten und uns u.a. mit Köstlichkeiten aus der Landesküche und mit vielen guten Gesprächen erfreuten. Natürlich kann ich nicht das Elend verschweigen, das wir auch sahen: bettelnde Frauen und Kinder (hauptsächlich Roma), zerstörte Landschaften und Industriebrachen aus der Ceaucescu-Zeit, baufällige Gebäude in den Städten. Auch meine Gastgeber hatten nur ein kleines Apartment in einer Hochhaussiedlung, wie wir sie in Deutschland an den sozialen Brennpunkten der Großstädte finden. Trotzdem war die Begegnung mit den Menschen herzerfrischend und bereichernd.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Waisenhauses in Targu Mures, wo die Mädchen leben, für die Irmi und ihre Freundin Agnes Verantwortung übernommen haben. Wir alle haben ja noch die Bilder von den Zuständen in den Waisenhäusern vor Augen, die nach Ceaucescus Schreckensherrschaft veröffentlicht wurden: hospitalisierte Kinder, die nackt in ihrem Kot hockten, ohne Pflege und Zuwendung. Diese Zeiten sind, Gott sei Dank, vorbei. Trotzdem sind die Verhältnisse in dem oben genannten Waisenhaus für unsere Begriffe unvorstellbar. Etwa 140 Mädchen, alle körperlich oder geistig behindert oder retardiert, halten sich Tag für Tag in drei Schlafräumen auf, vor einem unter der Decke angebrachten, ständig laufenden Fernseher. Es gibt keine Aufenthaltsräume, nur Essräume, die außerhalb der Essenszeiten nicht benutzt werden dürfen. Ein kleiner grauer Innenhof, vor kurzem von einer holländischen Gruppe mit etwas Farbe versehen, ist die einzige Spielfläche, die gar nicht alle Kinder fasst, denn im heim leben noch ungefähr 200 Jungen im Jungentrakt. Obwohl das Gebäude, von einer kleinen Mauer mit Stacheldraht darauf umgeben, mitten in der Stadt liegt, haben die Kinder nur einmal in der Woche Ausgang. Beim Gespräch mit der einzigen Psychologin für die Mädchen wurde uns klar, wie groß die Not dort ist, vor allem für die Mädchen, die 18 Jahre alt sind und das heim verlassen müssen. Sie stehen buchstäblich auf der Straße, und das bedeutet Prostitution für sie. Hier nun setzt das Projekt der beiden engagierten Frauen an: Sie wollen dafür sorgen, dass die zehn Roma-Mädchen, die sie schon sehr lange betreuen, in eine beschützende Wohnung einziehen und evtl. später in einer beschätzenden Werkstatt einen Job finden können (beides gibt es in Rumänien kaum). Irmi kümmert sich hier in Deutschland um Sponsoren, während Agnes weiterhin in der Nähe der Mädchen ist und sich um ein „soziales Netzwerk“ bemüht, das die Mädchen auffängt. Eine Vereinsgründung soll dem Projekt einen festen Rahmen geben; erste Kontakte zu einem rumänischen Kooperationspartner sind geknüpft worden.
Mich beeindruckt der Mut und die Tatkraft der beiden jungen Frauen. Sie übersehen Not nicht, sondern versuchen einfühlsam und überlegt zu helfen. Die Bibel nennt solche Menschen „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“.

Inzwischen ist von Irmi Küthe der Verein „ORIZONT-Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ gegründet worden, der das Projekt Roma-Mädchen in Targu Mures weitertreibt. Jede Hilfe und Unterstützung als Mitglied oder Förderer ist willkommen (Spendenkonto: Sparkasse Allgäu, BLZ 610 622 862, Stichwort: „ORIZONT-Hilfsprojekt für rumänische Mädchen).
Außerdem sind für 2003 zwei Reisen nach Rumänien geplant, voraussichtlich Ostern (16.04. bis 22.04.03) eine Rundreise durch Siebenbürgen und im Sommer eine Reise durch Siebenbürgen bis zu den Südkarpaten (22.06. bis 28.06.03). Näheres unter: www.orizont.de

Zum Foto (Rumänien sw.tif): Teilnehmer der Rumänien-Reise in Targa Mures mit den Mädchen vor einer Eisdiele. Sechste von links: Irmi Küthe
Renate Rentz

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung - Lokales
Lippstadt 28.11.2002

Frauen helfen Mädchen

Soroptimistinnen unterstützen Wohngruppen-Projekt in Rumänien Initiative von der gebürtigen Lippstädterin Irmelin Küthe gegründet

LIPPSTADT. Mit einer Summe von 3000 Euro hat der Soroptimist International Club Lippstadt (SI) jetzt die Initiative "KIIK-Rainbow - Hilfe zur Selbsthilfe in Rumänien" unterstützt. Das Projekt wurde von der gebürtigen Lippstädterin Irmelin Küthe gegründet. Mit dem Geld soll für einige Mädchen, die zurzeit noch in einem Waisenhaus in Targu Mures leben, eine Wohngruppe eingerichtet und ihnen damit der Schritt in die Selbstständigkeit erleichtert werden.

Der Lippstädter Ableger von Soroptimist International war im Juni als 134. Club in Deutschland gegründet worden. Seinerzeit hatten die Lippstädter
Clubmitglieder statt Geschenken Spenden für das Rumänien-Projekt entgegen genommen. Die Club-Vorsitzende Elisabeth Nuphaus konnte jetzt den Scheck an Irmelin Küthe überreichen. Neben der finanziellen Unterstützung gehen von den Lippstädterinnen auch regelmäßig Kleiderspenden an Familien in Targu Mures.

Die Soroptimistinnen bilden die, wie es heißt, "weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen". Die Mitglieder engagieren sich für
Menschenrechte, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, Erziehung und Kultur, Umwelt, Gesundheit und internationale Verständigung.

 

Der Patriot / Lippstädter Zeitung - Lokales
Lippstadt vom 24.12.2001

Hilfsprojekt für heimKinder

Lippstädterin gibt Waisenmädchen im rumänischen Targu Mures eine Zukunft

LIPPSTADT. "Kiik - Rainbow" nennt sich ein Hilfsprojekt der gebürtigen Lippstädterin Irmelin Küthe. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von WaisenKindern im rumänischen Targu Mures in Siebenbürgen.

Zusammen mit einer rumänischen Grundschullehrerin, die die im Allgäu wohnende Küthe während der Leitung einer von der EU geförderten Zusatzausbildung für rumänische Pädagogen kennen gelernt hat, kümmert sie sich ehrenamtlich um 10 Roma-Mädchen, die in einem Waisenhaus von Targu Mures leben. Ziel ist es, die 15 bis 17-Jährigen in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen.

"Wir wollen ihre Individualität fördern", erklärt Küthe. Denn die Roma-Mädchen können nur bis zu ihrem 18. Geburtstag in dem staatlichen heim bleiben, in dem rund 300 Kinder leben. "Ist ihr heimaufenthalt beendet, stehen die Mädchen
vor dem Nichts", meint die Allgäuerin. Grund seien die verheerenden Zukunftsperspektiven und eine fehlende berufliche Ausbildung.

In Kooperation mit der Organisation "Outward Bound Rumänien" habe man daher gezielte Bildungsprogramme für die zehn Roma-Mädchen entwickelt. Dabei stehen auch Freizeitaktivitäten und andere erlebnispädagogische Programme auf der Tagesordnung. Als nächstes plane man den Kauf einer Wohnung, in die die jungen Frauen mit Erreichen ihres 18. Lebensjahres ziehen sollen, erzählt Küthe weiter. Allerdings fehle es für dieses Vorhaben noch an Geldern.

"Ermöglicht wird das Rumänien-Engagement Dank der zahlreichen Spenden aus Lippstadt", sagt Küthe und hofft auf weitere großzügige Spender. Insgesamt hat "Kiik-Rainbow" bis jetzt 20 000 Mark an Spendengeldern einnehmen können.

Zur Förderung des Mädchenprojekts plant Küthe im Juni nächsten Jahres eine Begegnungs- und Bildungsreise nach Siebenbürgen, bei der auch ein Treffen mit den Roma-Mädchen vorgesehen ist. Weitere Informationen zu dem Hilfsprojekt gibt es im Internet unter www.kiik-rainbow.de.

 

Allgäuer Zeitung - Füssener Blattvom 30.06.2001

Hilfe für Waisen aus Rumänien


Projekt in Füssen vorgestellt

Füssen (boni) - "Kiik-Rainbow" heißt das Hilfsprojekt der Schwangauerin Irmelin Küthe. Das Kürzel steht für "Kommunikation, interkulturelle, interaktive Kooperation", der Regenbogen gilt als Zeichen der hoffnung. Im Mittelpunkt des Programms steht zur Zeit die Unterstützung rumänischer WaisenKinder. Zuletzt sammelte Hannes Zacherl mit seinem 17-stündigen Berglauf (unsere Zeitung berichtete mehrfach) über 7500 Mark für die Aktion. Auf einem Informationsabend stellte Küthe "Kiik-Rainbow" vor rund 40 Zuhörern vor.

"Tief beeindruckt" ist Irmelin Küthe von der Spendenbereitschaft der Allgäuer und vom Engagement der Sportler um Hannes Zacherl. Schließlich brachte der Berglauf über 7000 Mark in die Spendenkasse. Hinzu kamen noch zirka 500 Mark von einem von Zacherl initiierten Flohmarkt. "Das ist die bislang größte Benefizveranstaltung für die WaisenKinder gewesen" freut sich Küthe. Das Geld komme ausschließlich den rumänischen Mädchen zugute. Mit Bildungsmaßnahmen, Freizeitprogrammen und Patenschaften sollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung gefördert werden. Auch die soziale Integration ist ein Schwerpunkt der Arbeit. "Dabei haben Mädchen mit Entwicklungsstörungen schlechte Voraussetzungen für einen Start in ein eigenständiges Leben", erläutert Küthe die Problematik.

 


Allgäuer Zeitung vom 26.06.2001

Laufen bis die Sonne schwächelt



Hannes Zacherl und sein Team meistern von 4 bis 22 Uhr insgesamt 14 000 Höhenmeter
Von unserem Redaktionsmitglied Mathias Blab


Füssen/Pfronten/Tannheim - Gigantisch", "beeindruckend", "ein richtig schönes Abenteuer". Hannes Zacherl, der sonst eher einen ruhigen und besonnenen Eindruck macht, überschlägt sich fast vor Begeisterung: Am Sonntag startete (wie mehrfach berichtet) der Füssener mit vier Freunden ins Tannheimer Tal. Innerhalb von gut 17 Stunden liefen die Sportler insgesamt 14 Gipfel der Tannheimer Berge auf und ab und ließen dabei rund 14 000 Höhenmeter hinter sich. Nun hoffen die Athleten auf viele Spenden für rumänische WaisenKinder. Mit einem "traumhaften Sonnenaufgang" (Zacherl) über dem Tannheimer Tal begann der 17-stündige Berglauf. Hannes Zacherl, Stephan Männel, Thomas Bilger, Thomas Breckle und Stefan Schmid starteten um 4.30 Uhr vom Schattwald aus. 14 Gipfel, darunter auch das Geißhorn (2249 Meter), der Litnisschrofen (2069 Meter) und die Große Schlicke (2060 Meter) lagen vor den Läufern. Das Wetter war mit Sonnenschein und einem "leichten Windle" laut Zacherl "perfekt". Schon nach wenigen Kilometern fand jeder der Läufer sein ideales Tempo. Zacherl, Schmid und Breckle liefen geschlossen vorne weg. Stephan Männel folgte mit etwas Abstand. Nur Thomas Bilger musste nach etwa der Hälfte der Strecke "die Segel streichen", wie Zacherl es nennt. Trotzdem kam keine Enttäuschung, sondern vielmehr Freude über das Geleistete auf. Zu ihrer Überraschung trafen die Sportler auf vielen der Gipfeln auf Versorgungsstationen. Verwandte und Freunde hielten isotonische Getränke, Powerriegel und Bananen bereit. Überwältigt waren die Läufer, wie sie auf der Pfrontener und der Tannheimer Hütte von den Wirten empfangen wurden. "Wir wollten unsere Verpflegung zahlen, aber die ließen uns nicht", freut sich Hannes Zacherl über die Gastfreundschaft. Als die Sonne schließlich unterging, ging auch der Berglauf seinem Ende entgegen. Ungefähr 22 Uhr war es, als die Läufer Pfronten erreichten und sich in die Arme fielen. Rund 14 000 Höhenmeter und zwischen 50 und 60 Kilometer waren es am Schluss, die zurückgelegt wurden. Ob er es nochmal machen würdeß "Mit Sicherheit", antwortet Zacherl. "Und weil wir nicht an unsere Grenzen gegangen sind, könnte man da nächste mal noch einen drauflegen." Wie bereits berichtet sollte beim Berglauf nicht nur der sportliche Aspekt im Vordergrund stehen. Für jeden gelaufenen Höhenmeter will Zacherl eine Spendenmark für rumänische WaisenKinder sammeln. Dabei hofft er vor allem auf die Spendenbereitschaft örtlicher Unternehmer. Aber auch Privatleute können das von Irmelin Küthe aus Schwangau organisierte Projekt unterstützen.

 


Allgäuer Zeitung vom 25.06.2001

Sie laufen, und laufen, und laufen...

Bis Redaktionsschluss zumindest hatten Hannes Zacherl, Thomas Bilger, Thomas Breckle, Stefan Männel, Sven Johannsen, Stefan Schmid ihr Ziel noch nicht erreicht. Die Sportler starteten (wie mehrfach berichtet) gestern früh gegen 4.30 Uhr in Schattwald und hatten von dort an 14 Gipfel der Tannheimer Berge im Visier. Auf und ab ging es für sie im Laufschritt. Bis zum Zielpunkt in Pfronten handelt es sich um eine Distanz von 50 bis 60 Kilometer und rund 12000 Höhenmeter. Neben dem sportlichen Ziel wollen Zacherl und seine Freunde auch anderen Menschen helfen. Der Plan: Für jeden Höhenmeter soll eine Spendenmark für rumänische WaisenKinder fließen (eigener Bericht folgt). boni

 

Allgäuer Zeitung vom 22.06.2001

Der Countdown läuft...

Nur noch wenige Tage, dann beginnt am Sonntag, 24. Juni für den Füssener Hannes Zacherl und fünf seiner Freunde ein Berglauf der besonderen Art. Vor den sechs Sportlern liegen 14 Berggipfel des Tannheimer Berge und dazwischen eine Distanz von rund 12000 Höhenmetern. 50 bis 60 Kilometer beträgt die Gesamtstrecke, die im Laufschritt zurückgelegt wird. Für Hannes Zacherl, auch bekannt als Mitinitiator des König-Ludwig-Marathons in Füssen, ist der Lauf "eine tolle Sache, die wohl so schnell nicht vergessen werden". Doch bei der "heftigen Bergtour" (Zacherl) geht es nicht nur um den sportlichen Ehrgeiz. Wenn alles so klappt, wie der 34-Jährige es im Sinn hat, kommt für auf jeden zurückgelegten Höhenmeter eine Spendenmark. Damit soll ein Projekt für rumänische WaisenKinder unterstützt werden. boni

 

Allgäuer Zeitung vom 21.06.2001

Berglauf bringt 7500 Mark für rumänische Waisen


Sport-Streiflichter von Mathias Blab

"Ich bin tief beeindruckt von der Spendenbereitschaft der Allgäuer", zieht Irmelin Küthe Bilanz. Die Schwangauerin steht hinter dem Hilfsprogramm "Kiik-Rainbow", das sich schwerpunktmäßig um rumänische WaisenKinder kümmert. Für dieses Projekt startete der Füssener Hannes Zacherl mit vier Freunden unlängst einen Berglauf (unserer Zeitung berichtete). 17 Stunden dauerte die Tour, die die Sportler durch das Tannheimer Gebirge führte. Für jeden der zurückgelegten 14 000 Höhenmeter hätte Zacherl gerne eine Spendenmark gesammelt. Bisher kamen über 7500 Mark zusammen. Doch laut Zacherl "kommt immer noch Geld rein". Für Küthe eine "tolle Leistung" und die bisher größte Benefizveranstaltung für die WaisenKinder. Im Kopf plant Zacherl mit seinen Freunden bereits eine weitere Extremtour. Doch dazu will er nur verraten, dass die "noch heftiger" werden soll. Wir sind gespannt.

Allgäuer Zeitung vom 18.06.2001



Eine Bergtour der heftigen Art

12 000 Höhenmeter durchs Tannheimer Tal, die für einen guten Zweck "versilbert" werden
Von unserem Redaktionsmitglied Mathias Blab


Füssen - "Bevor wir alt und gebrechlich sind, wollen wir die Sache endlich starten." Dieser Satz stammt vom Hannes Zacherl und der Füssener meint es durchaus ernst mit der "Sache". Zusammen mit ein paar Freunden hat sich der 34-Jährige ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Die Sportler wollen an einem Tag die Nord- und Südseite des Tannheimer Tals bergauf und bergab mehr oder weniger im Laufschritt bewältigen. Der Clou an der Aktion, die man als "Berglauf extrem" bezeichnen könnte: Für jeden der etwa 12 000 zurückgelegten Höhenmetern soll eine Mark für ein rumänisches Kinderheim gespendet werden. Um Sport dreht sich im Leben von Hannes Zacherl sehr viel. Zuletzt machte der Inhaber eines Radsportgeschäftes Schlagzeilen, als er zusammen mit Herbert Hiemer den König-Ludwig-Marathon rund um Füssen aus der Taufe hob. Nun plant der Füssener eine weitere ehrgeizige Herausforderung: Die "Begehung" der Nord- und Südseite des Tannheimer Tals an einem Tag. Zacherl rechnet mit 50 bis 60 Kilometern Wegstrecke für dieses läuferische Abenteuer. Am kommenden Sonntag, 24. Juni, soll bereits um 4.30 Uhr in der Früh der Startschuss fallen. Dann ziehen Zacherl und seine Mitstreiter im Laufschritt bergauf und -ab durch die Tannheimer Berge. Brentenjoch, Läuferspitze und Schattwald-Wannenkopf sind nur einige der Stationen. Durch die Auf- und Abstiege legen die Sportler insgesamt zirka 12 000 Höhenmeter zurück. Die Tour soll nach rund 17 Stunden zu Ende sein. Vor zwei Jahren haben Zacherl und sein Freund Stefan Schmid bereits mehr als die Hälfte der geplanten Route zurückgelegt. Wie sie auf die Idee kamenß "Damals haben ein paar Jungs zu Fuß etliche Hütten im Tannheimer Tal nacheinander abgeklappert", erinnert sich Zacherl. Für ihn und Schmid war klar: "Das wollen wir auch ausprobieren." Allerdings habe der Lauf keinen Wettkampfcharakter. Der sportliche Reiz überwiegt für Zacherl und seine Truppe, die er gerne als "homogen" bezeichnet. Für die Sportler, hofft Zacherl, wird der Lauf auf jeden Fall ein "unvergessliches Erlebnis". Doch auch andere Menschen sollen von dieser "heftigen Bergtour" (Zacherl) etwas haben: Jeder der geplanten 12 000 Höhenmeter soll "versilbert" werden und einem gutem Zweck zufließen. Zacherl hofft auf die Spendenbereitschaft von örtlichen Firmen und Privatleuten und verspricht: "Jede Spendenmark kommt unbürokratisch und direkt zum Einsatz." Über Irmelin Küthe aus Schwangau kam der Kontakt mit einem rumänischen Waisenhaus zustande. Das Ziel, so Küthe, sei die soziale Integration von verwaisten Jugendlichen durch Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen. Zacherl spendete bereits die Einnahmen des von ihm mitorganisierten "Salober-Laufes" an Küthes Hilfsprogramm.
Lokales - Lippstadt 29.12.2000

1200 Kilometer lange Benefiz-Fahrradtour

LIPPSTADT. Die kontinuierliche Hilfe für verwaiste und verlassene Mädchen in Rumänien waren der Grund für Irmelin Küthe, Freunde, Bekannte und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. In Lipperbruchkamen die überwiegend jungen Frauen jetzt zusammen, um sich in lockerer und gemütlicher Runde über das neue Hilfsprojekt etwas zu erfahren.

"Bike East, unterwegs für rumänische Mädchen" heißt dieses neue Projekt und soll eine Benefizfahrradtour von Passau nach Targu-Mures in Siebenbürgen werden (wir berichteten).

Mit Start- und Spendengelder erhoffen sich die Initiatoren rund 30 000 DM einzunehmen und somit eine Hilfe für drei Jahre zu gewährleisten. Eine gut vorbereitete Diashow sowie reichlich Informationsmaterial weckten bei dem ein
oder anderen Zuhörer die Lust, mitzumachen. Mitzumachen bei einer insgesamt 1200km langen Fahrradtour, die nicht nur die Abenteuerlust befriedigt, sondern gleichzeitig als Hilfsprojekt jungen rumänischen Mädchen eine neue Lebensperspektive ermöglicht.

 

Lokales / Lippstadt 23.12.2000

Waisenmädchen eine Zukunft geben

Lippstädterin hilft heimKindern in Rumänien / Spenden gesucht "1. Fest für Rumänien" am 27. Dezember in Lipperbruch

LIPPSTADT

Das soziale Engagement der Lippstädterin Irmelin Küthe in Rumänien geht weiter: Nachdem sie bis Anfang 2000 eine von der EU geförderte erlebnispädagogische Zusatzausbildung für rumänische Pädagogen geleitet hatte (wir berichteten), hat sie nun ein Hilfsprojekt für rumänische Mädchen mit ins Leben gerufen.

Als im Januar dieses Jahres die Pädagogen-Ausbildung zu Ende ging, "war mir klar, das dies nicht das Ende meines Rumänien-Engagements sein würde", erklärt Irmelin Küthe: Sie hatte die Grundschullehrern Agnes Derzsi kennengelernt, die bereits seit 10 Jahren ehrenamtlich neun Mädchen betreut, die in einem Waisenhaus in Targu Mures leben.

Nachdem der Kontakt geknüpft war, überlegten sich die beiden Frauen, wie man den 14 bis 16-jährigen Roma-Mädchen bei ihrer persönlichen Entwicklung und gesellschaftlichen Eingliederung gezielt helfen kann: Denn die entweder verwaisten oder von ihren Familien als Babys ausgesetzten Mädchen haben eine problematische Perspektive: Sie können nur noch bis zu ihrem 18. Lebensjahr in dem staatlichen heim bleiben, in dem sie gemeinsam mit etwa 300 anderen Kindern und Jugendlichen leben.

Wenn ihr heimaufenthalt dann beendet ist, fühle sich keiner mehr verantwortlich für die jungen Frauen, sagt Irmelin Küthe: Da sie normalerweise weder für das Leben noch für den beruflichen Alltag vorbereitet würden, sei ihre Zukunftsperspektive verheerend.

Um dem vorzubeugen haben Irmelin Küthe und Agnes Derzsi gezielte Bildungsprogramme für die Mädchen entwickelt - in Kooperation mit der Organisation "Outward Bound Rumänien". Bis jetzt hat man bereits zwei erlebnispädagogische Programme sowie zwei Tagesausflüge für die Mädchen organisiert - "deren Durchführung ist vor allem Dank Spenden aus Lippstadt und dem Allgäu ermöglicht worden", sagt Irmelin Küthe.

Da das Hilfsprojekt sinnvollerweise über weitere drei Jahre laufen soll, werden insgesamt
30 000 Mark an Spenden benötigt. Bis jetzt sind 2000 Mark eingegangen - "nun hoffen wir auf weitere Spendengelder für die Mädchen", so die Lippstädterin.Zudem suchen die beiden Projektleiterinnen Patenfamilien, die gemeinsam die Entwicklung eines Mädchens fördern möchten: sowohl vor Ort in Targu Mures als auch in Deutschland.

Benefiz-Radtour von Passau nach Rumänien

Zur Unterstützung des Projektes hat man sich bereits einiges einfallen lassen:
So wird im Juni 2001 eine Benefiz-Fahrradtour von Passau nach Targu Mures organisiert. Teilnehmen könne alle, die bereits sind, vorab eine Mark Spendengeld pro zu fahrenden Radkilometer zu sammeln, und bei der Tour etwa 80 Kilometer am Tag zu radeln.Zudem veranstaltet Irmelin Küthe am kommenden Mittwoch, 27 Dezember, ab 19 Uhr das "1. Fest für Rumänien" in Lippstadt, an dem alle interessierten Bürger teilnehmen können: in der Fahrschule Küthe, Richthofenstraße 3, Lipperbruch.
Im Rahmen des Festes werden Dias gezeigt, eine Ausstellung von rumänischem Kunsthandwerk präsentiert und es wird auch über das Hilfsprojekt berichtet. Dabei kann auch geklönt werden - beim Genuss von Getränken und kleinen Speisen. Der Eintritt ist frei - wobei Irmelin Küthe auf Spenden für das Hilfsprojekt hofft.